Blog Automatisierung von PCF-Berechnungen

Automatisierung von PCF-Berechnungen

07.05.2026

Immer mehr Unternehmen nehmen neben Preisfragen auch Umweltdaten – insbesondere Treibhausgasemissionen – in ihre Entscheidungen mit auf. Das führt dazu, dass die Nachfrage nach sogenannten Product Carbon Footprints (PCFs), also den CO₂-Bilanzen einzelner Produkte, deutlich steigt.

Um einen PCF zu berechnen, wird das Produkt über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg analysiert: Von der Rohstoffbeschaffung über die Produktion bis hin zur Entsorgung. Bisher wurden solche Analysen oft nur für die Verkaufsschlager oder auf Anfrage erstellt. Doch ein einzelner PCF reicht nicht aus – schon bald wird die Treibhausgasbilanz anderer Produkte verlangt.

Die manuelle Berechnung für jedes Produkt ist aufwendig, fehleranfällig und teuer. Deshalb lohnt es sich, einen PCF-Rechner für das gesamte Produktportfolio zu entwickeln. So können Sie schnell und zuverlässig die CO₂-Bilanz verschiedener Produkte ausweisen – und sind bestens auf zukünftige Anfragen von anspruchsvollen Kunden vorbereitet.

Wie gehen wir bei der Entwicklung eines PCF-Rechners vor?

Der erste Schritt bei der Entwicklung eines PCF-Rechners besteht darin, die Systemgrenzen festzulegen. Dabei klären wir, ob der Rechner die Treibhausgasbilanz von der Rohstoffbeschaffung bis zum Werktor (cradle-to-gate) oder bis zum Lebensende des Produkts (cradle-to-grave) abbilden soll. Anschliessend definieren wir, welche Produktgruppen in den Rechner aufgenommen werden und ob bestimmte Gruppen aufgrund unterschiedlicher Rohstoffe oder Prozesse separat betrachtet werden sollten. Danach identifizieren wir typische Eigenschaften und Abläufe innerhalb der Produktgruppen. Der PCF-Rechner wird so gestaltet, dass zentrale Eingabeparameter flexibel angepasst werden können. Abhängig von diesen Eingaben berechnet das Tool automatisch die CO₂-Bilanz der einzelnen Produkte. Unternehmensweite Emissionen – etwa durch Stromverbrauch, Prozesswärme oder Abfälle – können auf die jeweiligen Produkte heruntergebrochen werden. Wir entwickeln den Rechner in Excel, sodass er für Ihr Unternehmen einfach zu bedienen und zu aktualisieren ist.

Warum werden PCFs immer wichtiger?

Immer mehr Menschen achten darauf, wie ihr Konsum die Umwelt beeinflusst. Sie wollen wissen, wie viel CO₂ bei der Herstellung und dem Transport von Produkten entsteht. Auch grosse Unternehmen setzen sich immer häufiger Ziele, um weniger Treibhausgase auszustossen. Das trifft vor allem für Grossabnehmer zu, die sich häufig Science-based Targets gesetzt haben und sich damit verpflichten ihre indirekten Emissionen in der Wertschöpfungskette zu reduzieren. Das schaffen sie nur, wenn sie auch von ihren Lieferanten genaue Umweltinformationen zu den Produkten verlangen. Deshalb steigt die Nachfrage nach sogenannten PCFs. In Zukunft wird das Thema noch wichtiger: In der EU und in der Schweiz werden bei bestimmten Produkten bald digitale Produktpässe eingeführt werden, die auch Umweltinformationen wie die CO₂-Emissionen enthalten.

Bereiten Sie sich vor – wir helfen Ihnen!

Wenn Sie sich auf die steigenden Anforderungen von Kunden und Gesetzgeber vorbereiten und einen PCF-Rechner für Ihr Unternehmen entwickeln möchten, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Ihre Ansprechperson:
Nils KalbfussPhD in Molecular Life Sciences, Treibhausgasbilanzen, Klimaneutralität, Science-based Targets, Neosys AG

Ihre Neosys AG

07.05.2026